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Linke fordert Sportstättenentwicklungsplan

MG
Werner- Bergmann- Stadion

Die Hildburghäuser Linke fordert Bürgermeister Holger Obst auf, rasch einen Sportstättenentwicklungsplan für in der Stadt befindliche Sportstätten vorzulegen. In der letzten Stadtratssitzung musste Obst auf eine diesbezügliche Anfrage von Stadtrat Mathias Günther zugeben, dass ein solcher bisher nicht existiere.

„Wir sehen aber nicht nur wegen des unbefriedigenden Zustands des Stadions Klärungsbedarf hinsichtlich der Zukunft unserer Sportstätten. So muss unter anderem auch für das Freibad und weitere Flächen die Perspektive geklärt werden“, so Günther.

Sanierungsbedarf für das große Becken des Freibads besteht seit längerem, wann die notwendigen Erneuerungen in Angriff genommen werden sollen, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Linke mahnt zudem an, auch den von der Stadt beabsichtigten städtebaulichen Veränderungen Beachtung zu schenken. So werde die vorgesehene Einrichtung eines Festplatzes in der Mitzenheimstraße Auswirkungen für den Bereich bis zum oberhalb des ehemaligen Theresienplatzes gelegenen Bolzplatz haben.

Aus Sicht der Linken sei deshalb eine grundsätzliche Überplanung des gesamten Gebietes sinnvoll, denn auch der Parkplatz der Schwimmhalle sei in keinem befriedigenden Zustand. Mittelfristig müsse man zudem mit einer notwendigen Sanierung des stark frequentierten Kunstrasenplatzes rechnen. Deshalb sollte der Beseitigung städtebaulicher Missstände und der Sicherung der künftigen Funktionsfähigkeit von Sportanlagen gleichermaßen Beachtung geschenkt werden.

Günther begrüßte zudem, das Obst wegen der Zukunft des Werner- Bergmann- Stadions erneut das Gespräch mit dem FSV 06 Eintracht führen wolle. „Auch wenn uns in der letzten Stadtratssitzung die Frage nach einem konkreten Gesprächstermin noch nicht beantwortet werden konnte, halten wir dies für richtig.“ In Beantwortung einer Kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten Steffen Harzer hatte das Bildungsministerium kürzlich mitgeteilt, dass die Stadt für das Stadion bisher noch keine Fördermittelanfrage gestellt und auch keine Anmeldung im Rahmen der Sportstättenbauförderung vorgenommen hatte. Eine Förderung für die Stadionsanierung sei aber grundsätzlich möglich. Dem Ministerium zufolge könnte diese sowohl von der Stadt als Eigentümer als auch vom Verein als Hauptnutzer beantragt werden. Eine gegenteilige Aussage zur Förderfähigkeit habe es seitens der Landesregierung gegenüber der Stadt nicht gegeben. Formale Voraussetzung einer Förderung sei eine Antragstellung entsprechend der „Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus und der Sportstättenentwicklungsplanungen“ bis zum ersten Oktober eines Jahres. Förderfähig seien auch die Planungskosten. Selbst die Förderung einer zusätzlichen Kleinsportanlage für den Verein und die benachbarte Kindertagesstätte im jetzigen Areal des Bergmann- Stadions wäre aus Sicht des Fördergebers möglich.

Voraussetzung dafür wäre aber die Ausweisung des Vorhabens in einem Sportstättenentwicklungs-plan der Stadt.

Abschließend mahnte Günther eine energischere Prüfung der Kassierung im Eingangsbereich der städtischen Bäder an. Besucher hatten wiederholt ihre Verwunderung darüber geäußert, das nicht immer ein Nachweis der Kassierungen (durch Ausgabe von Eintrittskarten und elektronischer Zählung am Zugang) erfolgen würde. Auf eine entsprechende Nachfrage im Stadtrat bekannte Bürgermeister Holger Obst, davon bisher keine Kenntnis erhalten zu haben.

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