Landkreis soll Bericht erstatten zu Abfallentsorgung und zu Schülerbeförderung
Für die Kreistagssitzung am 12. September hat die Fraktion von Grünen und Linken drei Anträge eingereicht. So soll der Landkreis dem Verkehrsverbund Mittelthüringen beitreten, um auch den hier lebenden Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, das vergünstigte Azubiticket ab nächstem Jahr in Anspruch nehmen zu können. Dazu sollen die entsprechenden Verhandlungen mit dem Verbund und den benachbarten Landkreisen geführt und entsprechende Haushaltsmittel geordnet werden. Einen weiteren Vorteil für Nutzer sehen die linken Kreisräte in einem einheitlichen Ticket für Fahrten mit Bus, Bahn und Straßenbahn im gesamten Geltungsbereich des Verbundes.
Außerdem begehrt die Fraktion Auskunft über die Erfahrungen des Landkreises, welche im Bereich der Abfallentsorgung seit Einführung der neuen Reglungen gemacht wurden.
„Wir hören wiederholt von verbreitetem Unverständnis bei Bürgern beziehungsweise Kritik an der Entsorgungsrealität“, so Fraktionssprecher Mathias Günther. Deshalb solle Landrat Thomas Müller dem Kreistag berichten, wie sich aus Sicht des Amtes unter anderem die Entwicklung bei der Leerung und Reinigung der Biotonnen, der Sondermüllentsorgung und bei illegalen Müllentsorgungen gegenwärtig darstellt. Im Anschluss müsse dann der Umweltausschuss beraten, wie mögliche Veränderungen zu einer gesetzeskonformen und gleichzeitig bürgernahen Entsorgung künftig beitragen können.
Auskunft erwartet die Fraktion auch zur Schülerbeförderung im ÖPNV. Hier hatte eine Veränderung bei der Anwendung der Kulanzregel hinsichtlich der zumutbaren Länge des fußläufig zu absolvierenden Schulweges zu Unmut bei einzelnen Eltern geführt. Geht es nach Grünen und Linken, würden künftig Schüler ab einer Entfernung von 1,5 Kilometer Schulweg in den Genuss der Beförderung kommen.
Günther kündigte zudem Unterstützung für eine Initiative der Freien Wähler an. Diese haben beantragt, dass der Landkreis ein Entwicklungskonzept für Gewerbeflächen erstellen soll.
„Wir wissen, dass in Hildburghausen, Römhild und eventuell auch Eisfeld die Kommunen gern weitere Gewerbeflächen erschließen möchten. Das Land hat die Möglichkeit finanzieller Förderung signalisiert. Voraussetzung ist aber offenbar, dass der Landkreis ein solches Konzept erstellt und dabei aus seiner Sicht notwendige Förderschwerpunkte benennt. Dem sollte im Interesse der Kommunen und der wirtschaftlichen Enntwicklung rasch nachgekommen werden“, so Günther abschließend.

