Gedenkveranstaltung zum 9. November und anschließender Solpersteinmahngang

Johannes Schilling

Ablauf der Gedenkveranstaltung zum 9. November und des anschließenden Solpersteinmahngangs

Am 9. November gedachten wir in Hildburghausen der Opfer der Novemberpogrome von 1938 und setzten gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Würde und historische Verantwortung. Nach der Eröffnung durch den Bürgermeister Patrick Hammerschmidt, Bernd Ahnicke und Philipp Weltzien begann die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung in die lokalen Ereignisse jener Zeit und der Bedeutung des Gedenkens heute.

Anschließend führte die AG Politische Bildung des Kreisverbandes, unterstützt von Kathrin Reinhardt und Johannes Schilling, durch den Mahngang. Station für Station erinnerten wir an die Geschichten der jüdischen Familien aus Hildburghausen und an die Orte, an denen ihr Leben gewaltsam gebrochen wurde.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Tages war die Reinigung der Stolpersteine durch den DIE LINKE Kreisverband Hildburghausen und die Linksjugend, um den Opfern sichtbar Respekt zu erweisen und ihre Namen im Stadtbild wieder strahlen zu lassen. Dieses stille Zeichen des Gedenkens wurde von den Teilnehmenden besonders wertgeschätzt.

Mit circa 20–25 Personen war die Veranstaltung gut besucht und ein voller Erfolg. Die Beteiligung, das Interesse und die gemeinsamen Gespräche haben gezeigt, wie wichtig lebendige Erinnerungskultur ist – nicht nur am 9. November, sondern das ganze Jahr über.

Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben:
Bernd Ahnicke, dem Bürgermeister, der AG Politische Bildung, besonders Kathrin Reinhardt und Johannes Schilling, sowie der Linksjugend für ihre tatkräftige Unterstützung.

Der Mahngang und die Pflege der Stolpersteine sollen keine einmaligen Ereignisse bleiben – eine Wiederholung im kommenden Jahr ist fest vorgesehen. Gemeinsam halten wir die Erinnerung wach und setzen ein Zeichen gegen das Vergessen.