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80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz- Birkenau

Mathias Günther

Um 11.00 Uhr gedachten heute der Hildburghäuser Bürgermeister Patrick Hammerschmidt, Stadträte, Vertreter der Linken und von Kirchen sowie weitere Bürger der Opfer des Nationalsozialismus.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz- Birkenau durch die Rote Armee ergriffen Patrick Hammerschmidt und Pfarrer Nikolaus Flämig vor der am historischen Rathaus angebrachten Gedenktafel für die 1938 aus Hildburghausen deportierten Juden das Wort.

Hammerschmidt mahnte, die schrecklichen Ereignisse der faschistischen Herrschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Man sei den Opfern von damals die Erinnerung schuldig und die Gefahr, das man sich in eine ähnliche Entwicklung manövriere wie in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, sei unübersehbar.

Nikolaus Flämig beschrieb seine gemischten Gefühle angesichts der Parallelität des heutigen Gedenkens und des zeitgleich laufenden Wahlkampfs in der Bundesrepublik.

Gedenken habe still zu verlaufen und solle von Nachdenklichkeit geprägt sein. Dem stünde der oft unangenehm laute Wahlkampf, welcher auch wieder von Zerstörungen an Plakaten und Großflächen gekennzeichnet sei, gegenüber.

Alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um eine Wiederholung der Verbrechen des Faschismus zu verhindern, forderte Bernd Ahnicke als Vertreter der Thüringer VVN- BdA.

Er schilderte seine Eindrücke aus Besuchen der Gedenkstätte in Auschwitz uind stellte auch jüngst erhaltene Dokumente zum Schicksal der jüdischen Hildburghäuser Familie Gerau vor.

 

Fotos: Mathias Günther


 

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