Marktfest 2026 - gute Zusammenarbeit und starkes Zeichen

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Marktfest 2026 - gute Zusammenarbeit und starkes Zeichen

Strahlender Sonnenschein, ein gut gefüllter Marktplatz und ein Programm, das politische Klarheit mit Familienfest-Atmosphäre verband: Beim Marktfest von Die Linke Hildburghausen gemeinsam mit dem DGB Südthüringen wurde deutlich, wie lebendig Demokratie sein kann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Zwischen Infoständen, Musik und einem fröhlichen Kinderspielbereich stand ein Gedanke im Mittelpunkt: Demokratie entsteht dort, wo Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und solidarisch füreinander einstehen.

Christian Schaft: „Beschäftigte brauchen mehr als warme Worte – sie
brauchen politische Rückendeckung“
Der Fraktionsvorsitzende der Die Linke im Thüringer Landtag, Christian Schaft, betonte, dass demokratische Politik sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren müsse. Er kritisierte, dass Beschäftigte im Land immer wieder mit Standortschließungen konfrontiert seien, während die Landesregierung ihnen „mehr als warme Worte“ schuldig bleibe.
Gleichzeitig verwies er auf bundespolitische Debatten, in denen Beschäftigten erklärt werde, sie müssten „länger und für weniger Geld arbeiten“, während Milliarden für Aufrüstung und Diätenerhöhungen problemlos bereitstünden. Schaft machte deutlich: „Wer soziale Sicherheit als Luxus darstellt, gefährdet das Vertrauen in demokratische
Institutionen. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten – nicht nur am 1. Mai, sondern jeden Tag.“

Donata Vogtschmidt: „Demokratie braucht Respekt, Teilhabe – und eine
Politik, die Menschen nicht im Stich lässt“
Die Bundestagsabgeordnete Donata Vogtschmidt, Mitglied im Verteidigungsausschuss, rückte die demokratische Verantwortung von Politik und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Sie warnte davor, dass eine Bundesregierung junge Menschen zum Dienst rufen wolle, während dieselben jungen Menschen erleben müssten, wie ihre Interessen politisch vernachlässigt werden. Eine Politik, die soziale Spaltung vertiefe, gefährde nicht nur einzelne Lebenswege, sondern die demokratische Kultur insgesamt. Vogtschmidt betonte: „Demokratie lebt vom Vertrauen der Menschen – und dieses Vertrauen entsteht nur, wenn Politik auf Augenhöhe stattfindet. Wer Menschen ignoriert oder gegeneinander ausspielt, treibt sie in die Arme derjenigen, die unsere demokratischen Werte aushöhlen wollen.“ Sie machte deutlich, dass demokratische Teilhabe, Respekt und ein offener Diskurs unverzichtbar seien, um gesellschaftlichen
Zusammenhalt zu sichern.

Michael Lemm (DGB): „Gute Arbeit entsteht, wenn Menschen gemeinsam für ihre Rechte einstehen“
Michael Lemm, Gewerkschaftssekretär des DGB Südthüringen, knüpfte an diesen Gedanken an und unterstrich, dass Demokratie auch in der Arbeitswelt gelebt werde. Gewerkschaften könnten Rahmen und Unterstützung bieten, doch gute Löhne und sichere Arbeitsbedingungen entstünden nur, wenn Beschäftigte selbst aktiv würden. Er machte deutlich: „Von der Couch aus meckern reicht nicht. Wer sich von rechten Versprechungen berieseln lässt, sichert weder seinen eigenen Job noch den seiner Kinder. Bedroht werden Arbeitsplätze nicht durch Umweltauflagen oder Kolleginnen mit Migrationsgeschichte, sondern durch die Profitgier derer, die lieber in die dritte Yacht investieren als in faire Löhne.“ Lemm betonte, dass demokratische Mitbestimmung am Arbeitsplatz ein zentraler Baustein für soziale Gerechtigkeit sei.

Kevin Zöller und Linda Stark: Jugendbeteiligung als Fundament lebendiger Demokratie
Auch die kommunale Ebene zeigte, wie Demokratie konkret wird. Kevin Zöller, Fraktionsvorsitzender der Die Linke im Stadtrat, und die Landtagsabgeordnete Linda Stark sprachen über die Umsetzung des Jugendbeirats – ein Projekt, das die Fraktion vor drei Jahren angestoßen hatte und das nun endlich Realität wird. Beide machten deutlich, wie wichtig es sei, mit Jugendlichen statt über sie zu sprechen. Zwei junge
Interessierte schilderten, wo sie Verbesserungsbedarf sehen und wie sie sich einbringen möchten. Von einer angeblich politikfernen „TikTok-Jugend“ war an diesem Tag nichts zu spüren. Stark betonte: „Jugendliche brauchen Räume, Unterstützung und echte Mitbestimmung. Demokratie wird greifbar, wenn junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt – und wir werden sie dabei nicht allein lassen.“

Ein Fest, das zeigt, wie Demokratie gelebt wird das Marktfest machte sichtbar, wie politische Diskussion, gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein offenes Miteinander ineinandergreifen. Die Kooperation von Die Linke Hildburghausen, dem DGB und Vereinen zeigte: Demokratie entsteht dort, wo Menschen miteinander reden, sich gegenseitig zuhören und gemeinsam handeln – vor Ort, im Alltag und mit Haltung.

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