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Kathrin Reinhardt

Feminismus für Väter

und Männlichkeitsanforderungen es Vätern nicht unbedingt leicht machen. Dennoch sollten die gesellschaftlichen Machtverhältnisse nicht aus den Augen gelassen werden. Denn es sind nach wie vor insbesondere (allein erziehende) Mütter, die unter diesen Machtverhältnissen (wie z.B. Armutsrisiko oder Gewalt von (ex-)Partnern) leiden.

Häufig wird die Tatsache, dass Sorgerechtsentscheidungen zu Gunsten der Mütter ausgehen, als Beleg für die Existenz von „weiblichen Privilegien“ bezeichnet. Dass aber die Reduzierung von Frauen auf die Mutterrolle ein Resultat sexistischer Zuschreibungen sind und damit zeigen, wie tief diese Strukturen eingeschrieben sind (auch in den Köpfen der Richter*innen), wird bei der Argumentation gerne übersehen. Frauen wird zugeschrieben, dass sie sich nun mal besser um Kinder kümmern können, dass es quasi in ihren Genen liegt. Daher entscheiden dann am Ende auch die Gerichte häufig zu Gunsten der Frauen. Schließlich ist der begriff „Rabenmutter“ gesetzt und der Begriff „Rabenvater“ eher ungewohnt. Eine Konsequenz des Patriarchats unter dem auch Männer leiden.

Das traurige an diesen Diskussionen ist, dass meistens der eine Schmerz gegen den anderen gestellt wird. Damit ist das ganze dann kaum noch zu diskutieren; Verharmlosung trifft Rechtfertigung trifft persönliche Verletzungen. Umso wichtiger sich auch als Mann schon viel früher mit Elternschaft auseinanderzusetzen, bevor plötzlich irgendwer schwanger ist. Elternschaft, Schwangerschaft und die Verhinderung einer Schwangerschaft (Verhütung / Safer Sex) wird viel zu häufig als „Frauenthema“ abgetan. Mit Safer Sex und Schwangerschaftsabbruch werden wir uns übrigens bei unserer nächsten Radiosendung auseinandersetzen, die bald auch hier auf dem Blog als Podcast erscheinen wird.

#machtdaslandgerecht #dielinke #diezeitengendernsich #vatertag #feminismus



Kathrin Reinhardt

Feminismus für Väter

Gemütlich das Bierchen zischen. Heute wohl eher ohne die Kumpels. Der Vatertag käme doch ganz gut ohne Feminismus aus - oder vielleicht doch nicht? Davon profitieren nämlich auch Männer, unter anderem wenn es um das Sorgerecht geht:

 

Gerade die Väterbewegung ist ein sehr diverser Haufen und schwankt zwischen pro_feministischen und antifeministischen Positionen. Teilweise nicht ganz unverständlich, da Trennungsschmerz, Verletzungen, gesellschaftliche Zuschreibungen, männliche Sozialisation

und Männlichkeitsanforderungen es Vätern nicht unbedingt leicht machen. Dennoch sollten die gesellschaftlichen Machtverhältnisse nicht aus den Augen gelassen werden. Denn es sind nach wie vor insbesondere (allein erziehende) Mütter, die unter diesen Machtverhältnissen (wie z.B. Armutsrisiko oder Gewalt von (ex-)Partnern) leiden.

Häufig wird die Tatsache, dass Sorgerechtsentscheidungen zu Gunsten der Mütter ausgehen, als Beleg für die Existenz von „weiblichen Privilegien“ bezeichnet. Dass aber die Reduzierung von Frauen auf die Mutterrolle ein Resultat sexistischer Zuschreibungen sind und damit zeigen, wie tief diese Strukturen eingeschrieben sind (auch in den Köpfen der Richter*innen), wird bei der Argumentation gerne übersehen. Frauen wird zugeschrieben, dass sie sich nun mal besser um Kinder kümmern können, dass es quasi in ihren Genen liegt. Daher entscheiden dann am Ende auch die Gerichte häufig zu Gunsten der Frauen. Schließlich ist der begriff „Rabenmutter“ gesetzt und der Begriff „Rabenvater“ eher ungewohnt. Eine Konsequenz des Patriarchats unter dem auch Männer leiden.

Das traurige an diesen Diskussionen ist, dass meistens der eine Schmerz gegen den anderen gestellt wird. Damit ist das ganze dann kaum noch zu diskutieren; Verharmlosung trifft Rechtfertigung trifft persönliche Verletzungen. Umso wichtiger sich auch als Mann schon viel früher mit Elternschaft auseinanderzusetzen, bevor plötzlich irgendwer schwanger ist. Elternschaft, Schwangerschaft und die Verhinderung einer Schwangerschaft (Verhütung / Safer Sex) wird viel zu häufig als „Frauenthema“ abgetan. Mit Safer Sex und Schwangerschaftsabbruch werden wir uns übrigens bei unserer nächsten Radiosendung auseinandersetzen, die bald auch hier auf dem Blog als Podcast erscheinen wird.

#machtdaslandgerecht #dielinke #diezeitengendernsich #vatertag #feminismus