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Hans-Jürgen Rumm

Auch Familien brauchen Unterstützung

Es kostet Geld, sie groß zu ziehen. Und oft gibt es auch Probleme. Viele Mütter und Väter haben Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Es gibt also viele Gründe, sich an einem Tag im Jahr über die Familie ein paar Gedanken zu machen.

Seit einem Jahr hat die „Coronakrise“ das Familienleben fest im Griff und wird den Alltag auf noch unbestimmte Zeit bestimmen. Auswirkungen auf Erziehung und Begleitung von Kindern bleiben in dieser Ausnahmesituation nicht aus und stellen Familien vor enorme Herausforderungen: Es gilt Kinderbetreuung und Homeoffice unter einen Hut zu bekommen, Kinder beim Homeschooling zu begleiten, das Zusammenleben auf engem Raum zu gestalten, fehlende Sozialkontakte zu kompensieren, den Tag zu strukturieren, geeignete Freizeitangebote bereitzustellen und noch so vieles mehr.

Bei Ängsten und Zukunftssorgen wird bei großen Unternehmen sofort mit großzügigen finanziellen Hilfen geklotzt – bei Familie nur gekleckert. Allein für die Lufthansa waren in Windeseile neun Milliarden Euro da. Am Armutssystem Hartz IV hält die Regierung hingegen auch in der Krise fest, die für alle Menschen eine enorme Mehrbelastung durch Mehrkosten bedeutet.

Es ist ein buchstäbliches Armutszeugnis für ein angeblich so reiches Land wie Deutschland: Trotz Arbeit sind viele Familien von Armut bedroht. Kinder, die in einem Hartz-IV-Haushalt aufwachsen, leiden darunter, dass ihre Eltern ihnen vieles von dem nicht bieten können, was für Gleichaltrige in unserer Gesellschaft als normal gilt. Das gilt für verschiedene Bereiche wie Wohnen, Wohnumfeld, Bildung und Gesundheit, aber auch für Sport- und Kulturveranstaltungen. Arm zu sein bedeutet folglich mehr, als wenig Geld zu haben. Bei vielen Kindern von Hartz 4 Familien geht ein niedriger Bildungsstand als mit besser verdienenden Familien einher.

Da ist ein einmaliger Bonus von 100 Euro für ärmere Familien blanker Hohn. Es ist Zeit für eine soziale Familienpolitik, die eine Kindergrundsicherung schafft, die soziale Infrastruktur für Kinder und Familien ausreichend finanziert und ein echtes Aufholpaket auf den Weg bringt. Weg mit Hartz IV – her mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von 1300 Euro.



Hans-Jürgen Rumm

Auch Familien brauchen Unterstützung

In der Familie lernen wir grundlegende Dinge: Wie wichtig es ist, füreinander Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wie schön es sein kann, miteinander zu feiern und sich wieder zu versöhnen, wenn man gestritten hat. Wir bekommen viel geschenkt und lernen zu teilen und abzugeben. Familie ist ein kostbares Unternehmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Kinder brauchen Zeit.

Es kostet Geld, sie groß zu ziehen. Und oft gibt es auch Probleme. Viele Mütter und Väter haben Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Es gibt also viele Gründe, sich an einem Tag im Jahr über die Familie ein paar Gedanken zu machen.

Seit einem Jahr hat die „Coronakrise“ das Familienleben fest im Griff und wird den Alltag auf noch unbestimmte Zeit bestimmen. Auswirkungen auf Erziehung und Begleitung von Kindern bleiben in dieser Ausnahmesituation nicht aus und stellen Familien vor enorme Herausforderungen: Es gilt Kinderbetreuung und Homeoffice unter einen Hut zu bekommen, Kinder beim Homeschooling zu begleiten, das Zusammenleben auf engem Raum zu gestalten, fehlende Sozialkontakte zu kompensieren, den Tag zu strukturieren, geeignete Freizeitangebote bereitzustellen und noch so vieles mehr.

Bei Ängsten und Zukunftssorgen wird bei großen Unternehmen sofort mit großzügigen finanziellen Hilfen geklotzt – bei Familie nur gekleckert. Allein für die Lufthansa waren in Windeseile neun Milliarden Euro da. Am Armutssystem Hartz IV hält die Regierung hingegen auch in der Krise fest, die für alle Menschen eine enorme Mehrbelastung durch Mehrkosten bedeutet.

Es ist ein buchstäbliches Armutszeugnis für ein angeblich so reiches Land wie Deutschland: Trotz Arbeit sind viele Familien von Armut bedroht. Kinder, die in einem Hartz-IV-Haushalt aufwachsen, leiden darunter, dass ihre Eltern ihnen vieles von dem nicht bieten können, was für Gleichaltrige in unserer Gesellschaft als normal gilt. Das gilt für verschiedene Bereiche wie Wohnen, Wohnumfeld, Bildung und Gesundheit, aber auch für Sport- und Kulturveranstaltungen. Arm zu sein bedeutet folglich mehr, als wenig Geld zu haben. Bei vielen Kindern von Hartz 4 Familien geht ein niedriger Bildungsstand als mit besser verdienenden Familien einher.

Da ist ein einmaliger Bonus von 100 Euro für ärmere Familien blanker Hohn. Es ist Zeit für eine soziale Familienpolitik, die eine Kindergrundsicherung schafft, die soziale Infrastruktur für Kinder und Familien ausreichend finanziert und ein echtes Aufholpaket auf den Weg bringt. Weg mit Hartz IV – her mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von 1300 Euro.